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Geschichte + historische Fotos

Wenn man dem Trautenauer Chronisten Simon Hüttel Glauben schenkt, wurde die  warme Quelle auf dem Gebiet der heutigen Stadt Janské Lázně von  Jan von Chockov entdeckt, einem Knappen des Ritters Albrecht von Trautenberg: am 6. Juni 1006.

Am Anfang wurde die Quelle ausschließlich zu praktischen Zwecken genutzt. Das Thermalwasser diente als Antrieb für ein Wasserrad, das einen Eisenhammer in Bewegung setzte, der in der Nähe der Quelle erbaut wurde.

Die ersten Berichte über die Anwendung des Thermalwassers für Bäder stammen erst aus dem 14. Jahrhundert, als der damalige Herrschaftsbesitzer Zilvar von Silberstein hier eine schlichte Kureinrichtung zum Bedarf eigener Familie errichten ließ. Es war eine Holzbude, die über der Quelle gebaut wurde. Im Jahre 1485 wurde in der Nähe der Quelle ein Gebäude zur Unterkunft erbaut. Im Jahre 1495 brannte der erwähnte Eisenhammer ab und an seine Stelle kam eine Mühle.

Im Jahre 1621 starb das Geschlecht Silberstein aus und der Kaiser konfiszierte die Herrschaft Vlčice, zu der Janské Lázně gehörte,  wegen dem Widerstand deren letzten Besitzers gegen die Habsburger,  und übergab diese an Albrecht von Wallenstein,  den Herzog von Friedland. Dieser übergab die Herrschaft zusammen mit Janské Lázně schon im Jahre 1628 wegen einem Geldmangel an fremden Adel als Pfand. Im Jahre 1673 wurde in der Nähe der Quelle der Grundstein für eine Johannes-Kapelle gelegt. Durch Kauf wurde Fürst Jan Adolf Schwarzenberg im Jahre 1675 zum Besitzer von Janské Lázně. Im Jahre 1677 schuf er die Grundlage für den heutigen Kurort dadurch, dass er in der Nähe der Quelle 6 neue Gebäude bauen ließ und beauftragte Dr. Hettmayer mit der Verfassung einer wissenschaftlichen Abhandlung über die Wirkungen der Quelle.

Janské Lázně entwickelte sich. Im Jahre 1685 befanden sich hier 22 Häuser, eine Mühle, ein Gasthaus und ein Kurhaus. Dann begann aber der Siebenjährige Krieg zwischen Österreich und Preußen, der zwar Janské Lazně nicht direkt betraf, aber  die Herrschaft  wurde von kämpfenden Heeren plündert, was nachteilige Auswirkungen auf ihren Zustand hatte. Die beträchtliche Entfernung der Herrschaft Vlčice vom sonstigen Eigentum der Schwarzenberger verursachte viele Schwierigkeiten. Deshalb nutzte Fürst Jan Nepomuk im Jahre 1788 die Angelegenheit aus, und tausche sie gegen Klostergüter in Zlatá Koruna und Borovany in Südböhmen aus.

So kam Janské Lázně in den Kirchenfonds, der vom Kaiserhof verwaltet wurde. Von diesem Fonds gewann es im Jahre 1790 der Leinenhändler Johann Franz Theer von Arnau, der veradelt wurde und der nunmehr Baron Johann von Silberstein hieß. Im Jahre 1868 ging der Kurort  ins Eigentum von Hugo Wiharda von Liebau über und in demselben Jahr ins Eigentum des Fabrikanten Steffan auch von Liebau.

Janské Lázně erweiterte sich und im Jahre 1881 wurde es zum Marktflecken erhoben. Im Jahre 1902 wurden die Bäder von der Gemeinde gekauft. In Jahre 1920 übernahm die Bäder mit allen Badeeinrichtungen, Grundstücken und Quellen eine Aktiengesellschaft und es begann die Epoche der größten Entwicklung.

Im Jahre 1928 wurde eine Personenschwebebahn auf den Gipfel des Schwarzenbergs in Betrieb genommen. Im Jahre 1935 wurden die Heilmethoden für Behandlung von  Zuständen nach der Kinderlähmung gemäß den amerikanischen Bädern Warm-Springs eingeführt. Während des Zweiten Weltkrieges diente Janské Lázně als Lazarett für Soldaten und Herbergen für Flüchtlinge aus verlorenen Gebieten.

Nach dem Kriegsende gewann Janské Lázně einen weltweiten Anklang des Erfolges  der Behandlung von Zuständen nach der Kinderlähmung. Im Rahmen des Marshallplans  sollte zum Ausbau einer neuen Kuranlage kommen. Nach den Ereignissen im Februar 1948 kam es dazu aber  aus politischen Gründen nicht mehr, obwohl schon mit Aufbrucharbeiten angefangen wurde. In diesem Zeitraum wurden einige Hotels und Pensionen zu Gewerkschaftserholungsheimen umgebaut, in denen sich jedes Jahr eine große Menge von Werktätigen erholte. Darüberhinaus  wurde die ehemalige Gemeinde Černá Hora mit Janské Lázně verbunden.

Im Jahre 1965 wurde Janské Lázně zur Stadt erhoben. Im Jahre 1977 wurde der Fernsehsender auf dem Schwarzenberg in Betrieb genommen und im Jahre  1980 dann eine neue Kabinenseilbahn auf den Gipfel des Schwarzenbergs. In demselben Jahr wurde das Kindererholungsheim Vesna eröffnet. Im Jahre 1982 wurde ein neues Kurzentrum ausgebaut, das an die alte Kolonnade angeknüpft wurde.

Nach der Samtrevolution im Jahre 1989 gingen einige Hotels und Pensionen in private Hände über, aber die Bäder als solche blieben ein staatliches Unternehmen. Der größte Bau in diesem Zeitraum ist der Ausbau der Gelände der Handelsakademie für körperlich Behinderte, das im Jahre 1994 in Betrieb genommen wurde.

Zur Zeit verläuft eine große bauliche Entwicklung im oberen Teil der Stadt in der Nähe des Zentralparkplatzes. Im September 2007 wurde in Janské Lázně das erste 4 Sterne Hotel eröffnet.

Janské Lázně, das sich therapeutisch vorwiegend auf Erkrankungen des Bewegungsapparats orientiert, ist aber nicht nur ein Kurort. Es ist auch ein bedeutendes Sport- und Erholungszentrum. Mann kann sich hier einer ganzen Reihe von sowohl Sommer als auch Wintersportaktivitäten widmen und zahlreiche einzigartige Touristenziele in der nahen Umgebung besuchen.


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